„Freies Korsika“: Massenproteste für Autonomie auf französischer Mittelmee – Freie Sachsen

„Freies Korsika“: Massenproteste für Autonomie auf französischer Mittelmeerinsel!Manchmal werden wir Sachsen belächelt, weil wir – immerhin ein Kulturraum von rund 6 Millionen Menschen, davon etwa 4,5 Millionen im derzeitigen Freistaat Sachsen) – eine Loslösung von der Berliner Zentralregierung fordern. Dabei gibt es in Europa viele ähnliche Beispiele, ob in Südtirol, Schottland, dem Baskenland oder Katalonien. Abseits der Öffentlichkeit (zumindest unserer bundesrepublikanischen) finden seit mehreren Tagen jedoch Massenproteste auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika statt, auf der es schon lange eine Freiheitsbewegung gibt, die eine Autonomie für die rund 340.000 Korsen fordert. Beobachter sehen die Massenproteste so stark, wie seit den 80er Jahren nicht mehr. Und: Es sind vor allem sehr junge Korsen, die für ihre Freiheit auf die Straße gehen. Es wirkt wie ein europäisches Erwachen der unterdrücken Regionen.Nach Wahlsieg der Separatisten will die Pariser Zentralregierung des Problem aussitzenIm Jahr 2017 siegte ein separatistisches Bündnis, das keinen eigenen korsischen Staat, aber eine größtmögliche Autonomie von Frankreich fordert, mit 56,5 Prozent. Seither versucht die Pariser Regierung, die Forderungen aus Korsika auszusetzen, was bisher (relativ) erfolgreich funktionierte. Mordanschlag auf korsischen Nationalhelden führt zu MassenprotestenDoch vor 8 Tagen wurde Yvan Colonna, ein korsischer Ziegenhirte, der auf dem französischen Festland eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßt, weil er 1998 angeblich einen Anschlag auf den französischen Präfekten verübt haben soll (was Colonna bis heute bestreitet, viele Korsen sehen in seine Verurteilung einen politischen Schauprozess), in einem französischen Hochsicherheitsgefängnis von einem Islamisten im Sportraum überfallen und zu ermorden versucht. Colonna liegt seither im Koma, ist mittlerweile hirntot. Und seither kommt Korsika nicht mehr zur Ruhe.Korsen-Proteste mitten im französischen PräsidentschaftswahlkampfAls Reaktion auf die Proteste, die z.T. auch mit heftigen Unruhen endeten (u.a. wurden mehrere Gebäude der französischen Verwaltung gestürmt, selbst mit Baggern rückten die wütenden Korsen an) zeigt sich die Pariser Regierung plötzlich dialogbereit und hat angekündigt, mehrere Forderungen der Separatisten umzusetzen. Ob es sich dabei um eine Hinhaltetaktik handelt, lässt sich schwer sagen – die Proteste kommen jedoch für die Politik-Elite zum ungünstigsten Zeitpunkt, mitten im französischen Präsidentschaftswahlkampf.Es ist spannend zu sehen, wie junge Menschen (nach Polizeiangaben sollen die meisten Verhafteten bei den Protesten nicht viel Älter als 14 Jahre sein, ganze Schulen gehen geschlossen gegen die französischen Besatzungsmacht auf die Straße) mit dem Ruf „Freies Korsika“ eine neue Welle der Unabhängigkeitsproteste begonnen haben. Durch den breiten Rückhalt der Bevölkerung und eine entsprechende Regionalregierung könnte Korsika tatsächlich seinen Autonomiestatus erreichen. Und das wäre für andere Regionen, die ebenfalls nach mehr Unabhängigkeit von den jeweiligen Zentralregierungen streben, ein Erfolgszeichen und Hoffnungsschimmer. Deshalb sollten auch wir Sachsen mit Interesse auf die Mittelmeerinsel blicken!FREIE SACHSEN: Folgt uns bei Telegram! @freiesachsen

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